Belvedere: ein europäisches Netzwerk der Moderne

Die Wiener Künstlervereinigung Hagenbund hat sowohl die heimische als auch die mitteleuropäische Kunstszene zwischen 1900 und 1938 maßgeblich geprägt. Sie führte verschiedene Stilrichtungen zusammen und avancierte bereits 1907 zu einer führenden Vereinigung für moderne Kunst, die aktuelle Tendenzen zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit vertrat. Und ungarische, polnische, tschechische und deutsche Künstler stellten gemeinsam aus, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts keineswegs selbstverständlich war. Der Hagenbund wra sozusagen ein frühes Netzwerk europäischer Kunst mit regionaler Verortung in Wien. Und als die Secession nach 1918 an Schlagkraft verlor, war es der Hagenbund, der innovative Impulse setzte.
Die Ausstellung  widmet sich den Einflüssen und Wechselbeziehungen der Künstler in Wien, Prag, München, Budapest, Lemberg, Bratislava, Krakau und Triest. Darüber hinaus stellt die Schau das Zwischenergebnis des von der Österreichischen Nationalbank geförderten zweijährigen Forschungsprojekts des Belvedere zum Thema Europäisches Netzwerk Hagenbund - 1900 bis 1938 dar.
Zu sehen im Unteren Belvedere und der Orangierie von 11. Oktober 2014 bis 1. Februar 2015.

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